18. Oktober 2023
Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich in einer paradoxen Situation: Während die Preise für Wohnimmobilien sinken, wird der Traum vom Eigenheim für viele nicht realisierbarer. Grund dafür sind gestiegene Finanzierungskosten und die Wichtigkeit der Energiebilanz.
Abschließend lässt sich festhalten: Inmitten dieser angespannten Situation blicken viele mit Sorge auf die weitere Entwicklung des Immobilienmarktes. Experten prognostizieren einen weiteren Rückgang der Immobilienpreise. Die zentrale Frage, die sich viele stellen, ist, wie weit dieser Trend noch gehen wird.
Der Immobilienmarkt in Berlin ist gekennzeichnet durch zurückhaltende Eigentümer, die eine hohe Kaufpreiserwartung auch gegen den Rat des Maklers aufrechterhalten wollen. Der Markt ist weiter gekennzeichnet durch abwartende Käufer, die entweder weitere Kaufpreissenkungen erwarten oder Finanzierungsprobleme haben.
Stark gestiegene Zinsen und Gesamtkosten schwächen die Nachfrage bei Kaufinteressenten. Spekulationen auf eine Zinswende und eine lockere Geldpolitik halten wir weiterhin für verfrüht.
Wir gehen davon aus, dass die Preise weiter zurückgehen werden, wobei man beachten muss, dass Berlin ein attraktiver Standort ist und bleibt. Nach der Überwindung der pandemiebedingten Rückgänge haben Zuzüge seit 2022 wieder zugenommen und die Prognose für 2040 geht von 4 Millionen Menschen oder mehr in Berlin aus, was Wohninvestitionen zur sicheren Anlage macht.
Der Markt ist aktuell weiter gekennzeichnet durch abwartende Käufer, die entweder weitere Kaufpreissenkungen erwarten oder Finanzierungsprobleme durch das hohe Zinsniveau haben. Hinzu kommen Unsicherheit in Bezug auf die aktuelle Klimapolitik im Hinblick auf energetische Sanierungen. Bei Immobilien mit schlechten Effizienzwerten ist mit deutlichen Abschlägen auf den erzielbaren Preis zu rechnen.
22. September 2023
In Deutschland haben die Preise für Wohnimmobilien im 2. Quartal 2023 einen signifikanten Rückgang erlebt. Verglichen mit dem 2. Quartal 2022 sanken die Häuserpreise im Durchschnitt um 9,9 %. Diese Entwicklung markiert den stärksten Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber einem Vorjahresquartal seit der ersten Erhebung dieser Daten im Jahr 2000. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt, dass der Häuserpreisindex im 2. Quartal 2022 seinen Höchststand erreicht hatte. Seitdem sind die Preise für Wohnimmobilien in jedem folgenden Quartal gegenüber dem jeweiligen Vorquartal gefallen.
Jedoch fiel der Preisrückgang im 2. Quartal 2023 mit -1,5 % zum 1. Quartal 2023 geringer aus als in den beiden vorherigen Quartalen, wo die Preise im 1. Quartal 2023 um -2,9 % und im 4. Quartal 2022 um -5,1 % zum jeweiligen Vorquartal gesunken waren.
Die Wohnimmobilienpreise in Deutschland, insbesondere in den Metropolregionen, haben im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang erlebt. Berlin, als eine der Top-7-Städte Deutschlands, spiegelt diesen nationalen Trend wider.
In den Top-7-Metropolen, zu denen auch Berlin gehört, sanken die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um durchschnittlich 9,8 %. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurde sogar ein noch größerer Preisrückgang von 12,6 % verzeichnet. Wenn man dies mit dem 1. Quartal 2023 vergleicht, verringerten sich die Preise für Eigentumswohnungen um weitere 2,1 % und für Ein- und Zweifamilienhäuser um 2,4 %.
Auch in den ländlichen Gebieten sind die Preise gesunken, jedoch war der Rückgang dort nicht so stark wie in den Metropolen. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen waren Eigentumswohnungen 7,0 % günstiger und Ein- und Zweifamilienhäuser 8,1 % weniger kostspielig als im 2. Quartal 2022.
Die Daten für das Jahr 2022 und das 1. Quartal 2023 wurden zudem revidiert, mit einer Veränderungsrate von -6,8 % für den bundesweiten Häuserpreisindex im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 1. Quartal 2022. Die Revisionen werden regelmäßig vorgenommen, um nachträgliche Meldungen und Änderungen zu berücksichtigen.
Diese Daten unterstreichen einen allgemeinen Trend des Rückgangs der Immobilienpreise, wobei dieser Rückgang in den Großstädten und speziell in Metropolen wie Berlin, ausgeprägter ist als in ländlicheren Regionen.
Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/09/PD23_379_61262.html
19. September 2023
Das BF-Quartalsbarometer hat im September mit -20,22 den niedrigsten Wert seit Beginn der Datenreihe verzeichnet. Ob Finanzierungen zustandekommen, hänge in der gegenwärtigen Marktphase neben der Zukunftsfähigkeit des fraglichen Assets vor allem von der Eigenkapitalausstattung des Kreditnehmers ab.
18. Juli 2023
Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 verdeutlicht die Entwicklung der Angebotspreise für Immobilien, in Abhängigkeit von ihrer Energieeffizienzklasse, im jährlichen Vergleich:
Eine aktuelle Untersuchung von ImmoScout24 zeigt deutliche Preisunterschiede zwischen Immobilien unterschiedlicher Energieeffizienzklassen in kreisfreien Städten. Immobilien der Energieeffizienzklassen A und B verzeichnen stabile Preise, wohingegen Immobilien der Klassen C und D einen Preisrückgang von bis zu 8% erleben und in den Klassen E bis H einen Rückgang von 5,2%. Insbesondere unsanierte Immobilien spüren deutliche Einbußen, wobei sich eine steigende Tendenz zu energieeffizienten Immobilien beobachten lässt.
Steigende Sanierungskosten führen zu weiteren Preisnachlässen für unsanierte Immobilien, und die bevorstehenden Neuerungen des Gebäudeenergiegesetzes sowie EU-Vorgaben zur Energieeffizienz sorgen für ein Umdenken am Markt. Eine Umfrage von ImmoScout24, immoverkauf24 und YouGov zeigt, dass fast ein Viertel der Befragten aufgrund der befürchteten hohen Investitionskosten für Klimaschutzmaßnahmen von einem Immobilienerwerb absehen.
Die stabileren Preise für energieeffiziente Immobilien stehen in Kontrast zu deutlichen Preisreduktionen bei unsanierten Immobilien, welche die sich verändernden Präferenzen der Käufer und die Anpassung an gesetzliche Vorgaben widerspiegeln. Der Druck, energetisch zu sanieren, wird voraussichtlich die Preisentwicklung weiter beeinflussen, insbesondere in städtischen Gebieten, wo der Unterschied in den Angebotspreisen am deutlichsten ist.
06. Juli 2023
Im 1. Quartal 2023 erlebte der Immobilienmarkt in Deutschland erhebliche Veränderungen. Es gab einen markanten Rückgang in der Gesamtzahl der Kauffälle von etwa 39 %, wobei die Anzahl von 6.038 Kauffällen im Vorjahreszeitraum auf 3.709 Kauffälle sank. Parallel dazu reduzierte sich der Geldumsatz signifikant um rund 53 %, von 5,1 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 2,4 Mrd. €.
Preislich verzeichneten nahezu alle Teilmärkte Rückgänge zwischen 6 % und 27 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine Ausnahme bildeten lediglich die Eigentumswohnungen im Neubau, bei denen sich der Preisanstieg im 1. Quartal 2023 fortsetzte.
Diese Entwicklungen weisen auf eine signifikante Veränderung der Marktbedingungen und eine Abkühlung des Immobilienmarktes hin, abgesehen vom Neubausektor für Eigentumswohnungen, der weiterhin Preisanstiege verzeichnet.
08.06.2023
Finanzierungsprobleme und Sorgen über die Kosten für klimafreundliche Anpassungen hindern viele Menschen in Deutschland daran, Immobilien zu kaufen. Hier ist eine Zusammenfassung der zentralen Punkte:
Finanzierungs- und Investitionssorgen:
Demografische Unterschiede:
Markt und Ausblick:
Fazit:
Finanzierungsbedenken, hohe und unberechenbare Kosten, insbesondere in Verbindung mit Klimaschutzauflagen, sowie der Wunsch nach Flexibilität und geringer Verantwortung halten viele Deutsche vom Immobilienerwerb ab. Dennoch besteht nach wie vor ein grundsätzlicher Wunsch nach Eigentum, und eine klare Kommunikation und Unterstützung könnten das Vertrauen in den Immobilienmarkt stärken.