Welche Kosten fallen mit der Erbschaft einer Immobilie an?

Welche Kosten fallen mit der Erbschaft einer Immobilie an?

Jede Person, die ein Haus geerbt hat, muss für die Kosten dieser Immobilie aufkommen, egal ob sie dieselbe selbst bewohnen, vermieten oder verkaufen möchte. Es liegt in der Verantwortung des Erben, für alle laufenden Kosten aufzukommen:

 

• Grundsteuer

• Strom, Wasser und Heizung

• Müllabfuhr

• Telefon und Internet

• Versicherung

• Kreditraten, wenn die Immobilie mit Schulden belastet ist

 

Die Höhe der laufenden Kosten sind aus den entsprechenden Unterlagen des Erblassers ersichtlich. Mit der Haushaltsauflösung kommen auf den Erben weitere Kosten zu. Ob der Erbe noch zusätzliche Kosten tragen muss, richtet sich nach der Situation im Einzelfall. Das betrifft insbesondere die Gebühren für den Erbschein, die Eigentumsumschreibung im Grundbuch und die Einkommensteuer.

Gebühren für den Erbschein in drei Fällen vermeidbar

Wurde der Erbe durch notarielles Testament oder Erbvertag eingesetzt, kann er durch Vorlage dieses Dokuments die Eigentumsumschreibung im Grundbuch veranlassen. Alternativ ist die Eröffnungsniederschrift des Gerichts vorzulegen. Verfügt der Betroffene über eine Vorsorgevollmacht, die über den Tod des Erblassers hinausgeht, kann auch anhand dieses Dokuments die Eigentumsumschreibung im Grundbuch erfolgen. Die Kosten für den Erbschein lassen sich somit vermeiden, wenn es ein notarielles Testament, einen Erbvertrag oder eine Vorsorgevollmacht gibt.

 

In allen anderen Fällen muss der Betroffene einen Erbschein vorweisen und die damit verbundenen Gebühren tragen. Als Berechnungsgrundlage gilt der Wert der Erbschaft abzüglich der Schulden des Erblassers. Die Kosten für den Erbschein sind auf Grundlage der Gebührentabelle nach § 34 Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) zu berechnen, wobei die Tabelle B in Anlage 2 relevant ist. Sie steigen mit zunehmendem Nachlasswert nach festen Stufungen.

 

Beispiel

 

Beträgt der Nachlasswert 100.000 Euro, fallen für den Erbschein Kosten von insgesamt 576 Euro an: 273 Euro für die Erteilung des Erbscheins zuzüglich 273 Euro für die eidesstattliche Versicherung.

 

Einkommenssteuer für den Gewinn aus dem Verkauf vermeiden

Beispiel 1: Hat der Erblasser die Immobilie vor zwölf Jahren erworben und vermietet, muss der Erbe keine Spekulationssteuer zahlen.

 

Beispiel 2: Wurde das Haus für drei Jahre selbst bewohnt, ist ebenfalls ein einkommensteuerfreier Verkauf möglich.

 

Der Erbe kann sich daher die Spekulationssteuer ersparen, wenn er das geerbte Haus zum richtigen Zeitpunkt verkauft. Oftmals liegt der Immobilienkauf durch den Erblasser ohnehin mehr als zehn Jahre zurück.


Unser Immobilienratgeber Erbschaft im Überblick

  1. Immobilie geerbt: Soll ich das Erbe annehmen oder ausschlagen?
  2. Wie erwerbe ich als Erbe Eigentum an der Immobilie?
  3. Wie können Miterben mit der gemeinsam geerbten Immobilie umgehen?
  4. Muss ich für die Immobilie Erbschaftsteuer zahlen?
  5. Welche Kosten fallen mit der Erbschaft einer Immobilie an?
  6. Wie viel ist die geerbte Immobilie wert? Verkehrswert als Grundlage
  7. Antritt der Erbschaft: Verkauf, Vermietung oder Eigennutzung? 
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