Der Höhenflug der Immobilienpreise in Berlin ist vorbei.

Insbesondere unsanierte Ein- und Zweifamilienhäuser finden nur noch schwer Abnehmer.


Der Marktbericht des IVD Berlin-Brandenburg vom 8. November 2023 zeigt eine deutliche Veränderung auf dem Berliner Immobilienmarkt. Insbesondere unsanierte Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichnen einen Nachfragerückgang, mit Preisrückgängen von 2-3% in verschiedenen Lagen. Der Bericht, basierend auf Transaktionen der IVD-Mitglieder, stellt fest, dass die Gesamtanzahl der Verkäufe im Jahr 2023 um mehr als 50% zurückgegangen ist, was auf gestiegene Zinsen und anhaltend hohe Kaufpreise zurückgeführt wird.

 

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Haushalte sich die Kreditraten nicht mehr leisten können oder wollen, während Eigentümer ihre Preisvorstellungen nicht anpassen. Der Einfluss energetischer Eigenschaften auf den Immobilienwert wird als weiterer Faktor für den Rückgang genannt.

Der Markt für Gewerbe- und Investmentimmobilien zeigte ebenfalls einen Rückgang an Transaktionen mit Preisrückgängen von bis zu 5,2%. Die Gründe hierfür sind ähnlich wie im Wohnbereich, inklusive steigender Hypothekenzinsen und höheren Betriebskosten. Institutionelle Anleger neigen zudem zu risikoärmeren Anlagealternativen.

 

Kerstin Huth, Vorstandsvorsitzende des IVD Berlin-Brandenburg, betont den nach wie vor hohen Bedarf an Wohnraum in Berlin, weist jedoch darauf hin, dass sich der potenzielle Käuferkreis verkleinert hat. Sie prognostiziert, dass insbesondere ältere Bestandsgebäude in Zukunft nur mit deutlichen Preisabschlägen verkauft werden könnten.