Immobilienmarkt Berlin


8. Mai 2024

Neue Studie zeigt: Immobilienbesitzer bevorzugen Verkauf mit Maklerunterstützung

Eine aktuelle Umfrage von ImmoScout24 zeigt, dass zwei Drittel der Immobilienbesitzer in Deutschland bevorzugen, ihre Immobilien mit Hilfe eines Maklers zu verkaufen. Die Umfrage, die unter 836 Immobilienbesitzern durchgeführt wurde, die in der zweiten Jahreshälfte 2023 den Verkauf einer Immobilie geplant oder durchgeführt haben, hebt hervor, dass die meisten Verkäufer auf professionelle Unterstützung setzen, um einen möglichst hohen Verkaufspreis zu erzielen und die Komplexitäten des Verkaufsprozesses zu bewältigen.

Bild: ImmoScout24
Bild: ImmoScout24

Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass nur 20% der Befragten erwägen, ihre Immobilie ohne professionelle Hilfe zu verkaufen. Die Mehrheit der Befragten (68%) gibt an, einen höheren Verkaufspreis gegenüber einem schnellen Verkauf zu bevorzugen. Die Bedeutung von energieeffizienten Immobilien spielt dabei eine zunehmende Rolle, da 55% der Eigentümer denken, dass die Energieeffizienz stark die Verkaufspreise beeinflusst.

 

„Der Immobilienmarkt erlebt eine deutliche Belebung, und die Nachfrage nach Immobilien kehrt zurück", erklärt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „In diesem dynamischen Umfeld ist die Expertise von professionellen Maklern unerlässlich, um den Wert einer Immobilie richtig einzuschätzen und den Eigentümern dabei zu helfen, den bestmöglichen Preis zu erzielen.“

Die Umfrage zeigt auch, dass viele Verkäufer Wert auf eine kostenlose Objektbewertung vor der Beauftragung eines Maklers legen, was die Bedeutung einer fundierten Beratung unterstreicht.


26. April 2024

Die Wohnimmobilienpreise in Deutschland haben bereits merklich nachgelassen, und dieser Trend wird voraussichtlich in den nächsten Monaten anhalten.

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland haben seit Mitte 2022 deutliche Rückgänge verzeichnet, bedingt durch den starken Anstieg der Zinsen und die entsprechende geldpolitische Wende der Notenbanken aufgrund steigender Inflation. Dies führte zu einem durchschnittlichen Preisrückgang von 14% bei Bestandsimmobilien und einem geringeren Rückgang von 5% bei Neubauten bis Ende des Jahres.

 

Trotz des Preisrückgangs bleibt die Zahl der Immobilientransaktionen weiterhin niedrig, was darauf hindeutet, dass sich die Käufer- und Verkäufererwartungen hinsichtlich der Immobilienpreise noch nicht angeglichen haben. Die Verkäufer sind oft nicht zu spürbaren Preiszugeständnissen bereit, was den Markt weiterhin belastet.

 

Interessanterweise zeigt eine Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Banken eine kürzlich gestiegene Nachfrage nach Immobilienkrediten, was auf eine mögliche Belebung des Marktes hindeutet. Dennoch wird erwartet, dass die Preise für Bestandsimmobilien weiterhin fallen, möglicherweise um weitere 5% bis 10%, bis sie Ende des Jahres ein stabileres Niveau erreichen.

Auf der anderen Seite stehen Neubauten nach wie vor unter dem Druck hoher Baukosten, und auch hier sind kaum Preiszugeständnisse zu erwarten. Die Baukosten haben zwar den Höhepunkt ihrer Steigerungen erreicht, aber niedrigere Materialkosten werden durch steigende Arbeitskosten ausgeglichen.

 

Diese Entwicklungen zeigen, dass der Immobilienmarkt in Deutschland weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist. Die aktuellen Korrekturen könnten jedoch langfristig zu einer gesünderen Marktumgebung führen, insbesondere wenn die Einkommen weiterhin steigen und die Zinsen stabil bleiben.

Quelle: https://www.commerzbank.de/konzern/newsroom/publikationen/240426wifhaeuserpreise.html


8. Februar 2024

2023 verzeichneten Deutschlands Immobilienpreise einen rekordbrechenden Einbruch

Die Immobilienpreise in Deutschland sind 2023 in einem historisch beispiellosen Maße gefallen, was alle Wohnsegmente betrifft. Der German Real Estate Index (GREIX) zeigt, dass Eigentumswohnungen um 8,9 %, Einfamilienhäuser um 11,3 % und Mehrfamilienhäuser sogar um 20,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind. Diese Entwicklung folgt auf eine langjährige Preissteigerung seit etwa 2009. Im vierten Quartal 2023 zeigte sich eine leichte Stabilisierung der Preise, mit einer Verlangsamung des Preisverfalls. Die Daten zeigen auch regionale Unterschiede und eine heterogene Entwicklung in den Top7-Metropolen Deutschlands.

Quelle: https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/aktuelles/greix-immobilienpreise-sind-2023-in-historisch-einmaligem-ausmass-gefallen/


17. Januar 2024

Erhöhte Kaufkraft der Käufer durch fallende Zinsen und Preise

  • Markterholung: Käufer erleben eine 12-prozentige Steigerung ihrer Kaufkraft dank fallender Bauzinsen und sinkender Immobilienpreise nach schwierigen Zeiten.
  • Auswirkung der Inflation: Im Jahr 2022 führten erhöhte Bauzinsen zu einem Rückgang der Kaufkraft um 18 Prozent.
  • Auswirkungen der langanhaltenden Niedrigzinsphase: Zwischen 2017 und 2022 verursachten ansteigende Immobilienpreise einen Kaufkraftverlust von 26 Prozent bei den Käufern.

Laut dem immowelt Kaufkraftindex für den Wohnungskauf gibt es positive Neuigkeiten:

  1. Erholung der Käuferkaufkraft: Nach einer schwierigen Phase erleben Käufer einen Anstieg ihrer Kaufkraft um 12 Prozent, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem 18-prozentigen Rückgang im Jahr 2022. Dies ist eine Folge sinkender Bauzinsen und Immobilienpreise.
  2. Auswirkungen der Inflation: Der Kaufkraftverlust im Jahr 2022 wurde durch die gestiegene Inflation und daraufhin steigende Bauzinsen verursacht. Die Europäische Zentralbank reagierte mit einer Anhebung des Leitzinses, was die Bauzinsen weiter in die Höhe trieb.
  3. Aktuelle Zinssituation: Die Zinsen für zehnjährige Darlehen sind nun auf etwa 3 Prozent gefallen, ein Prozentpunkt unter dem Niveau der letzten Monate. Dies verbessert die Finanzierungsmöglichkeiten für Käufer.
  4. Rückgang der Immobilienpreise: Die Preise sind auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2021 gesunken. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis von Bestandswohnungen ist vom Höchststand im Mai 2022 um 10 Prozent gefallen.
  5. Langfristige Perspektive: Seit 2017 hat es einen Kaufkraftverlust von 26 Prozent gegeben, hauptsächlich aufgrund steigender Kaufpreise. Der Kaufkraftindex liegt derzeit 37 Prozent unter dem Wert von 2017.

Diese Erkenntnisse sind besonders relevant für Sie als Verkäufer. Die gestiegene Kaufkraft der Käufer könnte zu einer erhöhten Nachfrage führen, was den Immobilienmarkt belebt. Dies könnte ein guter Zeitpunkt sein, um Ihre Verkaufsstrategie zu überdenken und von den aktuellen Marktbedingungen zu profitieren.

Quelle: https://www.immowelt.de/ueberuns/presse/pressemitteilungenkontakt/2024/sinkende-zinsen-und-sinkende-preise-kaufkraft-von-immobilienkaeufern-steigt-wieder-an/


22. Dezember 2023

Preise für Wohnimmobilien im 3. Quartal 2023: -10,2 % zum Vorjahresquartal

Immobilienmarkt Berlin Preise und Preisentwicklung

In Berlin und anderen deutschen Großstädten zeigte sich im dritten Quartal 2023 ein markanter Rückgang der Wohnimmobilienpreise. Laut Statistischem Bundesamt sanken die Preise um 10,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal und um 1,4 % gegenüber dem Vorquartal. Dieser Abwärtstrend war besonders in den Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf spürbar. In diesen Städten verringerten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 12,7 % im Jahresvergleich, während Eigentumswohnungen um 9,1 % günstiger wurden. Im Quartalsvergleich fielen die Preise in den Metropolen für beide Wohnimmobilientypen um 1,6 %. Diese Entwicklung markiert den stärksten jährlichen Preisrückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000 und setzt den Trend der vorherigen Quartale 2023 fort, in denen bereits signifikante Rückgänge registriert wurden (1. Quartal: -6,8 %, 2. Quartal: -9,6 %). Der Häuserpreisindex hatte im zweiten Quartal 2022 seinen Höhepunkt erreicht und ist seither rückläufig.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23_498_61262.html


19. Dezember 2023

Entwicklungen im Berliner Immobilienmarkt seit 2018

Die Analyse von Sprengnetter und ImmoScout24 offenbart interessante Entwicklungen im Berliner Immobilienmarkt seit 2018:

Eine aktuelle Auswertung von Sprengnetter und ImmoScout24 zeigt, wie sich die Schere zwischen Angebotspreisen für Immobilien und den tatsächlich erzielten Transaktionspreisen seit 2018 entwickelt
Eine aktuelle Auswertung von Sprengnetter und ImmoScout24 zeigt, wie sich die Schere zwischen Angebotspreisen für Immobilien und den tatsächlich erzielten Transaktionspreisen seit 2018 entwickelt
  1. Preisdifferenz zwischen Angebot und Transaktion: Bei Einfamilienhäusern liegen die Transaktionspreise im Schnitt 6% unter den Angebotspreisen, bei Eigentumswohnungen sogar mehr als 8%. Diese Diskrepanz zeigt, dass Käufer zunehmend Verhandlungsspielraum haben.
  2. Wertsteigerung trotz Preiskorrekturen: Trotz Preisrückgängen in den letzten 18 Monaten haben Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen seit 2018 eine Wertsteigerung von rund 40% erlebt. Dies stellt eine bedeutende Rendite für Eigentümer dar.
  3. Regionale Unterschiede: Im Vergleich zu anderen Städten wie Hamburg (11%) und München (7%) liegt die Spanne in Berlin bei 8%. Das zeigt, dass regionale Unterschiede in den Verhandlungsmöglichkeiten bestehen.
  4. Trendumkehr nach Niedrigzinsphase: Während der Niedrigzinsphase stiegen die Immobilienpreise stark an, mit einem Anstieg der Angebotspreise um über 50% von 2018 bis 2022. Seit 2021 verlangsamt sich jedoch dieser Anstieg, und es öffnet sich eine Schere zwischen Angebots- und Transaktionspreisen.
  5. Marktdynamik zugunsten der Käufer: Der Markt hat sich laut Dr. Gesa Crockford von ImmoScout24 zugunsten der Käufer gedreht, mit mehr Auswahl, mehr Zeit und größerem Verhandlungsspielraum.
  6. Angebots- und Transaktionspreise bei Einfamilienhäusern: Bis März 2021 lagen beide Preise nahezu gleichauf, mit maximal 1,3% Abweichung. Seit April 2021 hat sich die Differenz auf rund 6% erhöht.
  7. Entwicklung bei Eigentumswohnungen: Seit 2018 ist die Preisdifferenz bei Eigentumswohnungen auf etwa 8% gestiegen, was eine deutliche Verhandlungsbasis für Käufer darstellt.
  8. Fairness und Chancen für Käufer: Christian Sauerborn von Sprengnetter betont die Rückkehr der Fairness in den Immobilienmarkt, mit besseren Möglichkeiten für Käufer, den Kaufprozess aktiv zu beeinflussen.

Insgesamt zeigt die Studie, dass Käufer in Berlin und anderen deutschen Städten in den letzten Jahren größere Verhandlungsspielräume und Chancen bei Immobilienkäufen erleben, was teilweise auf die allgemeine Marktentwicklung und spezifische regionale Gegebenheiten zurückzuführen ist.


30. November 2023

Analysten sagen auch für 2024 sinkende Immobilienpreise voraus

In Berlin, der Hauptstadt Deutschlands, wird ein weiterer Rückgang der Immobilienpreise für das Jahr 2024 erwartet. Dies folgt einem bereits verzeichneten Preisrückgang von mehr als 10 Prozent seit dem Vorjahr. Laut 14 befragten Immobilienanalysten könnten die Preise im Durchschnitt um weitere 3 Prozent sinken. Ein Hauptfaktor für diesen Trend ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die ihren Leitzins im Kampf gegen die Inflation drastisch erhöht hat. Diese Zinserhöhung hat viele potenzielle Käufer vom Markt verdrängt und die Nebenkosten für Hausbesitzer, wie Heizung und Strom, erhöht. Zusätzlich drücken hohe Energiekosten und Zinsen die Immobilienpreise.

Quelle: Handelsblatt


8. November 2023

Der Höhenflug der Immobilienpreise in Berlin ist vorbei. Insbesondere unsanierte Ein- und Zweifamilienhäuser finden nur noch schwer Abnehmer.

Der Marktbericht des IVD Berlin-Brandenburg vom 8. November 2023 zeigt eine deutliche Veränderung auf dem Berliner Immobilienmarkt. Insbesondere unsanierte Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichnen einen Nachfragerückgang, mit Preisrückgängen von 2-3% in verschiedenen Lagen. Der Bericht, basierend auf Transaktionen der IVD-Mitglieder, stellt fest, dass die Gesamtanzahl der Verkäufe im Jahr 2023 um mehr als 50% zurückgegangen ist, was auf gestiegene Zinsen und anhaltend hohe Kaufpreise zurückgeführt wird.

 

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Haushalte sich die Kreditraten nicht mehr leisten können oder wollen, während Eigentümer ihre Preisvorstellungen nicht anpassen. Der Einfluss energetischer Eigenschaften auf den Immobilienwert wird als weiterer Faktor für den Rückgang genannt.

Der Markt für Gewerbe- und Investmentimmobilien zeigte ebenfalls einen Rückgang an Transaktionen mit Preisrückgängen von bis zu 5,2%. Die Gründe hierfür sind ähnlich wie im Wohnbereich, inklusive steigender Hypothekenzinsen und höheren Betriebskosten. Institutionelle Anleger neigen zudem zu risikoärmeren Anlagealternativen.

 

Kerstin Huth, Vorstandsvorsitzende des IVD Berlin-Brandenburg, betont den nach wie vor hohen Bedarf an Wohnraum in Berlin, weist jedoch darauf hin, dass sich der potenzielle Käuferkreis verkleinert hat. Sie prognostiziert, dass insbesondere ältere Bestandsgebäude in Zukunft nur mit deutlichen Preisabschlägen verkauft werden könnten.


18. Oktober 2023

Schwere Immobilienkrise in Deutschland: Preise fallen, aber nicht alle profitieren

Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich in einer paradoxen Situation: Während die Preise für Wohnimmobilien sinken, wird der Traum vom Eigenheim für viele nicht realisierbarer. Grund dafür sind gestiegene Finanzierungskosten und die Wichtigkeit der Energiebilanz.

  • Der zentrale Faktor sind die gestiegenen Leitzinsen, die mittlerweile bei 4,5% liegen. Damit einher gehen kräftig gestiegene Bauzinsen, die die Kredite für Immobilieninteressenten deutlich verteuern. Die Immobilienpreise sinken zwar, aber nicht in dem Maße, wie die Finanzierungskosten steigen. Insbesondere Neubauten verlieren aufgrund der Zinswende an Wert.
  • In Zeiten des wirtschaftlichen Wandels und der anhaltenden Immobilienmarktkrise haben Banken und Finanzinstitute in Deutschland ihre Richtlinien für die Vergabe von Immobilienkrediten verschärft: Risikomanagement, Verschärfte Bonitätsprüfung und höheres Eigenkapital
  • Eine weitere Entwicklung macht vor allem Bestandsimmobilien zu schaffen: der Fokus auf die Energiebilanz. Immer mehr Käufer legen Wert auf eine gute Energieeffizienz, wodurch ältere Häuser mit schlechter Energiebilanz besonders hart getroffen werden. Da zukünftige energetische Sanierungen anstehen könnten, verlieren solche Immobilien noch stärker an Wert.
  • Deutlicher Anstieg des Immobilienangebots auf dem Markt: Inmitten der sich verändernden wirtschaftlichen Landschaft zeichnet sich ein neues Phänomen auf dem deutschen Immobilienmarkt ab: Ein drastischer Anstieg des Immobilienangebots. Dieses erhöhte Angebot hat sowohl für Käufer als auch für Verkäufer bedeutende Auswirkungen. Mit mehr Auswahlmöglichkeiten und potenziell verhandelbaren Preisen könnten Käufer in der Lage sein, vorteilhaftere Bedingungen und Preise auszuhandeln. Allerdings könnte eine zu starke Sättigung des Marktes auch dazu führen, dass Immobilienpreise weiter fallen. Verkäufer hingegen könnten sich mit längeren Verkaufszeiten und dem Druck konfrontiert sehen, ihre Preise zu senken, um im Wettbewerb mit anderen Angeboten auf dem Markt zu bleiben.

Abschließend lässt sich festhalten: Inmitten dieser angespannten Situation blicken viele mit Sorge auf die weitere Entwicklung des Immobilienmarktes. Experten prognostizieren einen weiteren Rückgang der Immobilienpreise. Die zentrale Frage, die sich viele stellen, ist, wie weit dieser Trend noch gehen wird. 


Hauptgründe für sinkende Preise bei Wohnimmobilien

  1. Kräftig gestiegene Bauzinsen sorgen für höhere Kosten bei Krediten
  2. Die hohe Inflation senkt die Kaufkraft der Menschen
  3. Die Folge: Viele Menschen können sich den Immobilienkauf nicht mehr leisten
  4. Das Neugeschäft der Banken mit Immobilienkredite für Privatleute liegt seit Monaten am Boden

Der Immobilienmarkt in Berlin ist gekennzeichnet durch zurück­hal­te­nde Eigentümer, die eine hohe Kaufpreiserwartung auch gegen den Rat des Mak­lers aufrechterhalten wollen. Der Markt ist weiter gekennzeichnet durch ab­war­ten­de Käufer, die entweder weitere Kaufpreissenkungen erwarten oder Fi­nan­zie­rungs­pro­ble­me haben.

Stark gestiegene Zinsen und Gesamtkosten schwächen die Nachfrage bei Kaufinteressenten. Spekulationen auf eine Zinswende und eine lockere Geldpolitik halten wir weiterhin für verfrüht.

 

Immobilienpreise Prognose Berlin

Nicolas Ruland & Fabian Grünewald
Nicolas Ruland & Fabian Grünewald

Wir gehen davon aus, dass die Preise weiter zurückgehen werden, wobei man beachten muss, dass Berlin ein attraktiver Standort ist und bleibt. Nach der Überwindung der pandemiebedingten Rückgänge haben Zuzüge seit 2022 wieder zugenommen und die Prognose für 2040 geht von 4 Millionen Menschen oder mehr in Berlin aus, was Wohninvestitionen zur sicheren Anlage macht.

 

Der Markt ist aktuell weiter gekennzeichnet durch ab­war­ten­de Käufer, die entweder weitere Kaufpreissenkungen erwarten oder Fi­nan­zie­rungs­pro­ble­me durch das hohe Zinsniveau haben. Hinzu kommen Unsicherheit in Bezug auf die aktuelle Klimapolitik im Hinblick auf energetische Sanierungen. Bei Immobilien mit schlechten Effizienzwerten ist mit deutlichen Abschlägen auf den erzielbaren Preis zu rechnen.


22. September 2023

Immobilienpreise sinken weiter kräftig – Neues Rekordminus

In Deutschland haben die Preise für Wohnimmobilien im 2. Quartal 2023 einen signifikanten Rückgang erlebt. Verglichen mit dem 2. Quartal 2022 sanken die Häuserpreise im Durchschnitt um 9,9 %. Diese Entwicklung markiert den stärksten Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber einem Vorjahresquartal seit der ersten Erhebung dieser Daten im Jahr 2000. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt, dass der Häuserpreisindex im 2. Quartal 2022 seinen Höchststand erreicht hatte. Seitdem sind die Preise für Wohnimmobilien in jedem folgenden Quartal gegenüber dem jeweiligen Vorquartal gefallen.

Jedoch fiel der Preisrückgang im 2. Quartal 2023 mit -1,5 % zum 1. Quartal 2023 geringer aus als in den beiden vorherigen Quartalen, wo die Preise im 1. Quartal 2023 um -2,9 % und im 4. Quartal 2022 um -5,1 % zum jeweiligen Vorquartal gesunken waren. 

Die Wohnimmobilienpreise in Deutschland, insbesondere in den Metropolregionen, haben im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang erlebt. Berlin, als eine der Top-7-Städte Deutschlands, spiegelt diesen nationalen Trend wider.

In den Top-7-Metropolen, zu denen auch Berlin gehört, sanken die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um durchschnittlich 9,8 %. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurde sogar ein noch größerer Preisrückgang von 12,6 % verzeichnet. Wenn man dies mit dem 1. Quartal 2023 vergleicht, verringerten sich die Preise für Eigentumswohnungen um weitere 2,1 % und für Ein- und Zweifamilienhäuser um 2,4 %.

Auch in den ländlichen Gebieten sind die Preise gesunken, jedoch war der Rückgang dort nicht so stark wie in den Metropolen. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen waren Eigentumswohnungen 7,0 % günstiger und Ein- und Zweifamilienhäuser 8,1 % weniger kostspielig als im 2. Quartal 2022.

Die Daten für das Jahr 2022 und das 1. Quartal 2023 wurden zudem revidiert, mit einer Veränderungsrate von -6,8 % für den bundesweiten Häuserpreisindex im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 1. Quartal 2022. Die Revisionen werden regelmäßig vorgenommen, um nachträgliche Meldungen und Änderungen zu berücksichtigen.

Diese Daten unterstreichen einen allgemeinen Trend des Rückgangs der Immobilienpreise, wobei dieser Rückgang in den Großstädten und speziell in Metropolen wie Berlin, ausgeprägter ist als in ländlicheren Regionen.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/09/PD23_379_61262.html


19. September 2023

Stimmung der Finanzierer markiert Tiefstand

Das BF-Quartalsbarometer hat im September mit -20,22 den niedrigsten Wert seit Beginn der Datenreihe verzeichnet. Ob Finanzierungen zustandekommen, hänge in der gegenwärtigen Marktphase neben der Zukunftsfähigkeit des fraglichen Assets vor allem von der Eigenkapitalausstattung des Kreditnehmers ab.


18. Juli 2023

Preise für unsanierte Immobilien fallen

Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 verdeutlicht die Entwicklung der Angebotspreise für Immobilien, in Abhängigkeit von ihrer Energieeffizienzklasse, im jährlichen Vergleich:

Eine aktuelle Untersuchung von ImmoScout24 zeigt deutliche Preisunterschiede zwischen Immobilien unterschiedlicher Energieeffizienzklassen in kreisfreien Städten. Immobilien der Energieeffizienzklassen A und B verzeichnen stabile Preise, wohingegen Immobilien der Klassen C und D einen Preisrückgang von bis zu 8% erleben und in den Klassen E bis H einen Rückgang von 5,2%. Insbesondere unsanierte Immobilien spüren deutliche Einbußen, wobei sich eine steigende Tendenz zu energieeffizienten Immobilien beobachten lässt.

 

Steigende Sanierungskosten führen zu weiteren Preisnachlässen für unsanierte Immobilien, und die bevorstehenden Neuerungen des Gebäudeenergiegesetzes sowie EU-Vorgaben zur Energieeffizienz sorgen für ein Umdenken am Markt. Eine Umfrage von ImmoScout24, immoverkauf24 und YouGov zeigt, dass fast ein Viertel der Befragten aufgrund der befürchteten hohen Investitionskosten für Klimaschutzmaßnahmen von einem Immobilienerwerb absehen.

 

Die stabileren Preise für energieeffiziente Immobilien stehen in Kontrast zu deutlichen Preisreduktionen bei unsanierten Immobilien, welche die sich verändernden Präferenzen der Käufer und die Anpassung an gesetzliche Vorgaben widerspiegeln. Der Druck, energetisch zu sanieren, wird voraussichtlich die Preisentwicklung weiter beeinflussen, insbesondere in städtischen Gebieten, wo der Unterschied in den Angebotspreisen am deutlichsten ist.


06. Juli 2023

Berlin: Die Entwicklung des Immobilienmarktes im 1. Quartal 2023

Im 1. Quartal 2023 erlebte der Immobilienmarkt in Deutschland erhebliche Veränderungen. Es gab einen markanten Rückgang in der Gesamtzahl der Kauffälle von etwa 39 %, wobei die Anzahl von 6.038 Kauffällen im Vorjahreszeitraum auf 3.709 Kauffälle sank. Parallel dazu reduzierte sich der Geldumsatz signifikant um rund 53 %, von 5,1 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 2,4 Mrd. €. 

Preislich verzeichneten nahezu alle Teilmärkte Rückgänge zwischen 6 % und 27 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine Ausnahme bildeten lediglich die Eigentumswohnungen im Neubau, bei denen sich der Preisanstieg im 1. Quartal 2023 fortsetzte. 

Diese Entwicklungen weisen auf eine signifikante Veränderung der Marktbedingungen und eine Abkühlung des Immobilienmarktes hin, abgesehen vom Neubausektor für Eigentumswohnungen, der weiterhin Preisanstiege verzeichnet.


08.06.2023

Klimaschutz-Investitionen und Finanzierungssorgen halten Interessenten vom Immobilienkauf ab

Finanzierungsprobleme und Sorgen über die Kosten für klimafreundliche Anpassungen hindern viele Menschen in Deutschland daran, Immobilien zu kaufen. Hier ist eine Zusammenfassung der zentralen Punkte:

Finanzierungs- und Investitionssorgen:

  • 23% der Befragten sehen hohe Investitionskosten, insbesondere für klimaschonende Heizungen und Dämmung, als Barriere für den Immobilienkauf.
  • 37% der kaufwilligen Menschen werden durch zu wenig Eigenkapital vom Kauf abgehalten, und 35% sehen zu hohe Immobilienpreise als Hürde.
  • Überfordernde Finanzierungsraten sind für 21% ein Grund, keine Immobilie zu erwerben.
  • Finanzierungssorgen sind bei Frauen mit 40% häufiger als bei Männern mit 35%.
  • 15% der Menschen werden durch die mit dem Besitz einhergehende Verantwortung vom Kauf abgehalten, 12% fürchten den Verlust an Flexibilität.

Demografische Unterschiede:

  • Die Sorgen sind besonders verbreitet bei Eltern von minderjährigen Kindern (26%) und bei Menschen zwischen 45 und 54 Jahren (29%).
  • Die Sorge um den Verlust an Flexibilität ist in Ostdeutschland mit 16% höher als in Westdeutschland mit 11% und am höchsten in Berlin mit 25%.

Markt und Ausblick:

  • Seit Mitte 2022 und mit steigenden Zinsen ist die Nachfrage nach Kaufimmobilien zurückgegangen, und Banken verlangen mehr Eigenkapital.
  • Die unklare finanzielle Belastung durch zukünftige Klimaschutzauflagen von Bundesregierung und EU lässt einen Kauf für viele als kaum kalkulierbares Risiko erscheinen.
  • Trotz dieser Herausforderungen zeigt die anziehende Nachfrage im 1. Quartal 2023, dass die Zuversicht wieder steigt und der Wunsch nach Eigentum bei der Mehrheit der Deutschen nach wie vor vorhanden ist.
  • Klare Kommunikation über Zuschüsse und Umsetzungsmöglichkeiten könnten potenziellen Käufern helfen.

Fazit:

Finanzierungsbedenken, hohe und unberechenbare Kosten, insbesondere in Verbindung mit Klimaschutzauflagen, sowie der Wunsch nach Flexibilität und geringer Verantwortung halten viele Deutsche vom Immobilienerwerb ab. Dennoch besteht nach wie vor ein grundsätzlicher Wunsch nach Eigentum, und eine klare Kommunikation und Unterstützung könnten das Vertrauen in den Immobilienmarkt stärken.